“The light went on when I was traded”: Die Karriere des Patrick Sharp

Wenn bei einem NHL-Spieler das Licht so wirklich im letzten Jahr anging, dann war es Patrick Sharp von den Chicago Blackhawks. Noch 2005 war Sharp ein ungewollter Ballast im Flyers-Kader, kurz danach tradete man ihn mit Eric Meloche für Matt Ellison in den Westen. Seit diesem Tag ist er ein anderer Spieler geworden, ein Spieler mit Zug zum Tor, dem berüchtigten Torriecher, und das in allen Spielsituationen.

Im letzten Jahr dann er Ausbruch: Nachdem er in knapp zwei Spielzeiten mit Philadelphia nur zehn Tore erzielte kamen in der ersten Saison in Chicago neun Tore in 50 Spielen heraus. Das Jahr darauf, der ersten vollen Spielzeit mit Chicago in 2006-2007, waren es bereits 20 Tore. Nun erzielte Sharp 36 Tore in der abgelaufenen Saison für das junge, aufstrebende Team. Genug, um ihn bis 2011-2012 für durchschnittlich 3,9 Millionen Dollar zu halten.

Patrick Sharp

Patrick Sharp hat's geschafft! Aber einfach war es nicht immer.

Sharp wusste um was es ging: „My career was up in the air!”, sagte er trefflich im Rückblick nach seinem Durchbruch aus. Seine Karriere war am Scheideweg: Er kam mit weniger als 0,16 Toren pro Spiel nach Chicago, steigerte sich dann über 0,18 Tore auf 0,25 Tore bis hin zu den besagten 0,45 Toren pro Spiel. Und es waren wichtige Tore: Nicht nur die neun im Powerplay, auch die sieben in Unterzahl, zeigten die Special-Team-Stärke des Flügelspielers. Er wusste nicht nur in seiner Karriere die Zeichen der Zeit zu erkennen, er weiß auch wann der Zeitpunkt im Spiel gekommen war, entscheidendes zu tun. Sieben Tore, fast jedes fünfte Tor von ihm, sicherten den Sieg für seine Blackhawks.

Dabei entwickelte sich Patrick Sharp zum Assistenz-Kapitän, einem ruhigen Führungscharakter der die Leistung für sich sprechen lässt. Die bisherigen Werte der aktuellen Spielzeit beweisen diese Aussage: In nur 12 Spielen konnte Sharp neun Tore erzielen, was 0,75 Toren pro Spiel entsprechen. Mit den Toren und seinen 16 Punkten führt er die Blackhawks an. Dazu ist er mit fast 20 Minuten pro Spiel, über 50% gewonnener Bullies und 18 Strafminuten omnipräsent und ein zentraler Spieler seines Teams.

Wenn Sharp in diesem Tempo weitermacht, wird er seine Karrierebestleistungen aus dem Vorjahr, 36 Tore und 26 Vorlagen für 62 Punkte bei +/-23, pulverisieren. Seine aktuelle Pace führte ihn zu über 61 Toren, zu fast 48 Vorlagen für weit über 100 Punkte. Diese wird er nicht erreichen, aber was ist ihm nicht zuzutrauen?! Er hat den richtigen Weg eingeschlagen wird einen Teufel tun, diesen wieder zu verlassen…

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